2017 - 1 Analoge Fotografie

Zurzeit bin ich, wie es vermutlich fast jeder Mal ist, dem Thema der analogen Fotografie verfallen.

 

Ich bin in einem Alter, in dem man die Fotografie mit Film noch kennt. Alle Kinderbilder waren auf Film fotografiert und auch meine ersten Kameras waren mit Film. 24 oder 36 Bilder (manchmal auch 37) – dann ist Schluss und löschen geht nicht. Da überlegt man sich schon was man alles fotografiert. Es werden nicht einfach 5 Bilder vom gleichen Motiv aus der gleichen Perspektive gemacht. Man macht sich deutlich mehr Gedanken über den Bildaufbau, das Motiv und die Belichtung.

 

Angefangen habe ich mit der alten Kamera meiner Eltern. Eine Canon Spiegelreflex 650, ein Jahr älter als ich.

 


Doch irgendwie war das nicht das was ich wollte. Die Kamera macht alles selbst, das einzige andere als bei einer neuen ist, dass ein Film drin ist. Nach dem ich dann eine Uralte Konika in der Hand hatte, bei der man alles selbst machen muss, hab ich mich entschieden das Internet nach einer solchen zu durchsuchen.

 

Gesagt getan, Ebay durchsucht und auch fündig geworden. Nach zwei erfolglosen Geboten hatte ich beim dritten Glück. Es wurde zwar keine Konika, aber ich bin seit dem stolzer Besitzer einer Canon AE1 mit einem 50mm Objektiv.

 


Ab dann hieß es Blende, Belichtungszeit einstellen und manuell fokussieren. Ungewohnt und umständlich am Anfang, aber cool wenn man dann nach zwei Wochen die ersten analog belichteten Abzüge in der Hand hält. Zwei Wochen – Ja genau so lange dauert das mittlerweile. Da nicht mehr so viele Filme entwickelt werden, muss man warten bis ein paar zusammen gekommen sind. Ich habe Glück, dass es bei uns in der Nähe ein Fotoladen gibt, die Farbfilme mit dem C-41 Prozess noch selbst entwickeln. Schwarz Weiß Filme senden alle in der Gegend hier in ein Foto Großlabor. Die Abzüge wiederrum macht mein Fotofachgeschäft selber. Das Negativ auf Fotopapier belichtet. Nicht digital gedruckt. Das findet man heutzutage auch selten. Die großen Drogerieketten scannen alle das Negativ, lassen eine Korrektur darüber laufen und drucken es aus – anders gesagt, sie zerstören den Charme und das Aussehen der Fotos.

Ich bin mit der Analogen Kamera super zufrieden. Man hat nach einer Weile auch mit der Digitalen Kamera wieder einen ganz anderen Blick. Jetzt noch viel Spaß beim Anschauen der Bilder.